Startseite
Gottesdienstanzeiger
Gottesdienste
Seelsorger
Mitarbeiter
Gruppen
Gebetsinitiativen
Unsere Kirchen
Aktivitäten
Pfarrwallfahrt 2017
Unsere Geschichte
Friedhofsatzungen
Peru Partnerschaft
Klartexte
Bildergalerie
Kontakt
Impressum
Datenschutz


Pfarrkirche "Mariä Himmelfahrt" in Ronsberg

Schon vor dem Jahr 1130 errichteten die Grafen von Ursin (Irsee) eine Burg oberhalb von Ronsberg, in die natürlich eine Kapelle integriert war. Die Reste dieser Burgkapelle sind im Ostteil der jetzigen Bergkirche erhalten. Links vom Altar ist noch der Tabernakel aus dem späten 15. Jahrhundert zu sehen. Über dem Altar kann man eine Pieta aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und darüber eine barocke Kreuzigungsgruppe bewundern.

1816 wurde Ronsberg eine selbständige Pfarrei und die inzwischen vergrößerte Burgkapelle diente als Pfarrkirche. Nach jahrzehntelangem Ringen konnte endlich 1845 in Ronsberg selbst eine Pfarrkirche errichtet werden (1857 durch den Augsburger Bischof Michael von Deinlein geweiht).

Das Langhaus der Bergkirche wurde 1853 abgebrochen und aus dem Altarraum eine achteckige Kapelle gebaut.

1960 wurde die neuromanische Pfarrkirche abgebrochen und das heutige moderne Gotteshaus errichtet. (1962 durch Bischof Josef Freundorfer geweiht).

 

 

 

 

 

 

Besonderheiten

Kreuzpartikel

Die Kirche besitzt ein spätgotisches Kreuzreliquiar, das schon in der alten Burgkapelle vor rund 500 Jahren zum Wettersegen verwendet wurde. Die Reliquie selbst werden die einst mächtigen Burgherren beschafft haben.

Gemälde von Johannes Kaspar

An den Wänden der modernen Ronsberger Pfarrkirche hängen mehrere Gemälde des großen schwäbischen Nazarener Malers Johannes Kaspar aus Obergünzburg. Der an der Kunstakadamie in München ausgebildete Künstler war tief fromm und verstand seine Malkunst als Verkündigung des Evangeliums. Oft völlig selbstlos fertigte er zahlreiche Bilder, die bis im Heiligen Land und in Syrien verbreitet sind.

Auch die Pfarrkirche in Willofs und vor allem in Ebersbach besitzen eindrucksvolle Gemälde dieses Meisters.

Mosaikhintergrund

An Kirchweih 2005 konnte für die neugotische Muttergottesfigur ein aussagekräftiger Mosaikhintergrund geweiht werden. Das von der Münchner Hofkunstanstalt geschaffene Kunstwerk wurde von dem Künstler Bruder Benedikt aus Ingolstadt entworfen. Es stellt die in der Apokalypse beschriebene Auseinandersetzung der Mächte des Bösen mit Maria und ihrem göttlichen Kind dar.

"Die Frau von der Sonne umstrahlt, einen Kranz von 12 Sternen um ihr Haupt und den Mond unter ihren Füßen" ist die Siegerin. (Die Sonne ist das Symbol für den siegreichen Christus, das Licht der Welt. Die 12 Sterne bedeuten die 12 Stämme Israels, das Volk Gottes, das in der Kirche weiterlebt. Der Mond unter ihren Füßen versinnbildlicht die besiegte Macht der Finsternis).

   

Alte Pfarrkirche

 

Alte Pfarrkirche - Innenansicht

 

 

   

Pfarrer Mangold mit Ministranten

 

Letzer Gottesdienst in der alten Kirche

 

   

Ronsberg 1929

 

Ronsberg 1959

 

Pfarrkirche "St. Ulrich" in Ebersbach

Bei der Kirchenrenovierung 1991 konnten Reste einer Kirche aus dem 11. oder 12. Jahrhundert freigelegt werden.
Am 07. Juli 1478 weihte der Augsburger Weihbischof Ulrich Geislinger die heutige Pfarrkirche samt zugehörigem Friedhof.

Das 500 Jahre alte Kreuz an der Südwand und der reichverzierte Taufstein aus dem Jahre 1485 sind Zeugen jener Zeit.

 

Der erste nachweisbare Pfarrer von Ebersbach ist Ulrich Lager (1443-1453).

In den Jahren 1720/30 ließ Pfarrer Ignaz Michael Holzmann die Pfarrkirche barock umgestalten. Die herrlichen Altarleuchter, die Bankdocken und die Assistenzfiguren Maria und Johannes unter dem Kreuz an der Südwand geben noch Zeugnis von der barocken Einrichtung.

 

In den Jahren 1861-1879 erhielt die Pfarrkirche ihre heutige neuromanische Einrichtung. 1935/1936 malte der Ebersbacher Künstler Andreas Daser die Deckengemälde. Bei der Kirchenrenovierung 1991-1993 erhielt die Kirche neue Fenster mit Heiligenmedaillons aus der Pfarrkirche Wiggensbach (um 1900). 

Münzfund

Bei der Kirchenrenovierung 1991 fand Pfarrer Reichart eine 800 Jahre alte Münze.
Sie ist ein sogenannter Konstanzer Brakteat und zeigt einen Bischof.

 

Anti-Nazibild

Die Mächtigen im Dritten Reich haben es nicht bemerkt, dass in der Ebersbacher Pfarrkirche 1936 an die Decke auf der rechten Seite des Langhauses ein Bild gemalt wurde, das ganz und gar gegen die herrschende Nazi-Ideologie Stellung bezog.

Entgegen der Lehre vom deutschen Herrenmenschen und der gewünschten deutschen Nationalkirche verehren die Ebersbacher vereint mit Indianern und Asiaten das Kreuz Christi, während im Hintergrund der Petersdom die universale Kirche symbolisiert.

 

Katakombenheiliger

In der Altarmensa des linken Seitenaltares befinden sich die barock gefassten Gebeine des Heiligen Adeodatus.
Er stammt aus der römischen Cyriaka-Katakombe und lebte um das Jahr 350.
1747 schenkte der Kemptener Fürstabt diese Reliquien der Ebersbacher Kirche.

Votivtafeln bezeugen, dass der Heilige Adeodatus vom Himmel aus ein mächtiger Helfer ist.

 

 

Barocke Kreuzpartikel-Monstranz

Sebastian Kümmerle aus der Ebersbacher Gfällmühle machte 1723 eine Fußwallfahrt nach Rom und bekam dort unerklärlicher Weise einen Partikel der Kreuzreliquie Christi und weitere fast unglaubliche Heiligenreliquien.


Noch heute erhaltene Zeugnisse bestätigen Ihre Echtheit. Für diese Reliquien schuf man 1734 eine 74 cm hohe Monstranz.
In dieses großartige Kunstwerk wurde 1765 eine Reliquie des Kirchenpatrons St. Ulrich eingefügt.


An Christi Himmelfahrt, Pfingsten und am Patrozinium werden die Gläubigen damit gesegnet.

 

Gemälde von Friedrich Hechelmann

An der linken Altarraumwand hängt ein großes Bild des sehr bekannten Isnyer Künstlers Friedrich Hechelmann. Hechelmann hat an der Akademie der bildenden Künste in Wien studiert und ist inzwischen durch Filmportraits im Fernsehen und zuletzt durch die Illustration einer Bibel sehr bekannt geworden.

1996/97 malte er für unsere Kirche ein Gemälde zum Thema: "Das neue Jerusalem". Die Bibelstelle zu diesem Bild findet man in der Apokalypse des hl. Johannes, Kapitel 21, 1-22,2. Vom heiligen Geist erleuchtet, sieht der heilige Apostel Johannes auf einem Berg in einer gewaltigen Vision das Weltende. Es ist nicht totale Vernichtung der Schöpfung, sondern Verwandlung und Verklärung für eine vollkommene Welt- ganz eins mit Gott.

 

Dieser sog. Jüngste Tag ist die volle Unendliche Durchsetzung der Erlösung die uns Christus bewirkt hat. Der Apostel Johannes sieht diesen übernatürlichen Vorgang in geheimnisvollen symbolischen Bildern. Aus dem Licht Gottes kommt die heilige Stadt Jerusalem auf die Erde nieder.
Die einst prächtige Stadt Jerusalem, in der Gott im Tempel besonders gegenwärtig war, ist ein Symbol für die erlöste Welt. Das Licht, das ins Unendliche gehenden Ausmaße der Stadt, die Kristalle und Edelsteine, die Farbe Blau als Symbol des Himmels, sowie die paradisische Allgäuer Voralpenlandschaft sind Ausdruck dieses grenzenlosen Glücks. Aus dem neuen Jerusalem quillt das Wasser des Lebens hervor, dass zu einem Strom wird, der wie Kristall schimmert. Durch das Wasser der Taufe werden wir für das ewige Leben im neuen Jerusalem befähigt. Jesus will unseren Durst nach Leben und Glück stillen; darum verheißt er:
"Wer an mich glaubt wird nie mehr dürsten".


Das neue Jerusalem, die Erlösung, kommt von Gott her, d.h. der Mensch kann sich nicht selbst erlösen! Er braucht Gott. Allein die Geschichte des vergangenen Jahrhunderts zeigt zu Genüge, wie die Selbstherrlichkeit und Gottlosigkeit der Menschen die Welt brutal und eiskalt machen. Das macht Hechelmann deutlich, indem er unten links die in Eis erstarrte Welt darstellt.


Nicht wenige haben heute Angst vor der Zukunft, aber die Bosheit der Menschen hat nicht das letzte Wort. Der ganz tot daliegende See in der unendlichen Eiswüste weist auf den im Vers 8 genannten ewigen Tod der "Feiglinge und Treulosen, der Unheiligen und Mörder, der Unzüchtigen und Zauberer, der Götzendiener und aller Lügner" hin; "ihr Anteil wird sein im See, der von Feuer und Schwefel brennen wird."
Das Hechelmann-Bild verkündet uns die Frohbotschaft: "Mit Gott haben wir auch in schweren Zeiten immer Grund zum Optimismus".
Das Bild zieht unseren Blick nach oben, zudem der von sich sagt: "Ich bin das Licht der Welt: "Wer mir nachfolgt, der wandelt nicht in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben". (Joh. 8,1-2).

1997 weihte Bischofs-Vikar Dr. Kleindienst dieses Gemälde, das im Hochaltar bestaunt werden kann.

 

Pfarrkirche "St. Johannes Baptist" in Willofs

 

Im 15. Jahrhundert muss es in Willofs schon eine Kirche gegeben haben. In den Jahren nach 1700 wurde die Kirche neu errichtet und barock ausgestattet. Sie ist ein besonderes Kleinod, das man unbedingt besuchen sollte.

  

 

 Nach über 100 Jahren dauernden Bemühungen gelang es den Willofser Bürgern, von der Pfarrei Obergünzburg unabhängig zu werden und 1907 zunächst eine Expositur und 1920 eine eigene Pfarrei zu gründen. In diesen Jahren wurde die Kirche entsprechend einer Pfarrkirche ausgestattet: Beichtstuhl, Ewig-Licht-Ampel, Monstranz ...

Aus der gotischen Kirche sind noch einige Plastiken erhalten: das Haupt des Johannes im rechten Seitenaltar, ein Bischof auf dem rechten Seitenaltar und Johannes der Täufer auf dem Kanzeldeckel.

Sehr sehenswert und interessant sind die Bilder an der Emporenbrüstung. Sie zeigen Szenen aus dem Leben des Heiligen Johannes des Täufers. Originell sind die altertümlichen Bildunterschriften.

 Ein großes Rätsel ist in Willofs der Standort der Kirche. Sie steht nämlich nicht wie gewöhnlich im Ort sondern südlich außerhalb des Ortes. Iin den letzten 100 Jahren ist diese Tatsache etwas gemildert worden, weil einige Häuser in die Richtung der Kirche gebaut wurden. Niemand konnte bisher plausibel erklären warum die Kirche außerhalb des Ortes steht. Ungläubigkeit der Ortsbewohner war sicher kein Grund.

 

Spätgotischer Messkelch

1592 stiftete Sabina von Schönau für die Willofser Kirche einen Kelch, der heute noch an Festtagen für das heilige Messopfer verwendet wird

 

 

 

Hochaltar

Der Hochaltar ist nicht wirklich barock. 1928 kam dieser nach Entwürfen des Augsburger Architekten Michael Kurz geschaffene Altar anstelle eines unpassenden erst um 1870 errichteten neuromanischen Hochaltares in die Kirche. Die Engel auf den seitlichen Giebelstücken und das Altarbild stammen noch vom ursprüngliche Barockaltar. Vom neuromanischen Hochaltar wurden Reliefs mit der Geburt des Johannes und seiner Enthauptung übernommen. So repräsentiert der Altar drei Epochen der Kunstgeschichte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Pfarreiengemeinschaft Ronsberg-Willofs-Ebersbach
Willofserstr. 2 - 87634 Ebersbach Tel. 08372 563 - Fax: 08372 8448