12. Mai 2021

Artikel aus dem Kaufbeurer Kreisboten

Stefan Günter, Freier Redakteur Kreisbote Kaufbeuren

In die Gottesdienste von Pfarrer Karl Barton kommen in der Corona-Krise nicht mehr als sonst üblich. An Weihnachten wurden sogar mehr Gottesdienste in der Pfarreiengemeinschaft Ronsberg-Ebersbach-Willofs angeboten. „Online-Angebote sind zwar toll, können aber den direkten Kontakt nicht ersetzen“, so Barton. Die Jugendarbeit bleibt genauso auf der Strecke wie der Erstkommunionsunterricht, der nicht stattfinden kann. Gerade jetzt nimmt sich Pfarrer Barton umso mehr Zeit für die älteren Menschen, die keine Familie haben, oder weil sich um sie keiner kümmert. „Besonders leiden die Kinder durch die Kontaktbeschränkungen. Für viele ist es eine psychische Belastung“, geht er davon aus, dass es auch „seelische Schäden“ geben wird. Barton nimmt die Corona-Situation sehr ernst. Er hofft auf Präsenzgottesdienste an Ostern. „Je länger diese Krise dauert, umso unruhiger werden die Menschen.“ Wie schon in Kaufbeuren und Eggenthal wird die Kommunionsfeier in den Juli verschoben. Einen besonderen Dank richtet er an die vielen Ehrenamtlichen, die viel Zeit investieren, damit Gottesdienste überhaupt durchgeführt werden können. „Ehrenamtliche, Mitglieder des Pfarrgemeinderats und der Kirchenverwaltung leisten übergroßes Engagement“, wenngleich dem Pfarrer eine Sorge umtreibt: „Ich bin gespannt, ob sich der Gottesdienst später erholen wird. Viele haben sich an diese Situation gewöhnt“, hofft er insgeheim, dass die Menschen dann doch wieder den Weg wieder in die Kirchen finden.