30. November 2020

Liebe Gläubige!

Die Entwicklungen der letzten Tage verunsichern viele Menschen und sie haben auch Auswirkungen auf das kirchliche Leben. Es darf keine öffentlichen Gottesdienste mehr in den Kirchen geben.

Deshalb finden Sie online zwar die Intention, die an diesem Tag vom Priester gelesen wird, aber keine Uhrzeit mehr. Die Familien, deren Intention gelesen wird, wurden telefonisch informiert und sind damit einverstanden, dass ihre Intention unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. (Sollten wir Sie telefonisch nicht erreicht haben, bitten wir, dies zu entschuldigen.) Die Kirchen sind aber offen und jeder ist eingeladen, vor dem Herrn zu beten. Entsprechende Flyer liegen aus oder finden sie hier:


Die online-Gottesdienstordnung enthält auch tägliche Intentionen für den täglichen Rosenkranz. Unser Diözesanadministrator und designierter Bischof rät uns zuhause im Gebet vereint zu sein. Tragen wir die Not unserer Tage im Gebet geeint vor Gott.

Die Maßnahmen der Kirche mag nicht jeder gleich verstehen, aber sie tut dies in ihrer Sorge um den Menschen!
80% der Erkrankten merken nicht viel von ihrer Erkrankung und bleiben agil. Wenn wir nicht bereit sind uns jetzt einzuschränken – und die Fastenzeit ist doch auch kirchlich eine Zeit der Einschränkung – dann gefährden wir, ob wir es wollen oder nicht die 20 %, die dann von einem schwereren Krankheitsverlauf betroffen sind. Bei über 80 Millionen Einwohner in Deutschland sind das doch mehr als 16 Millionen Menschen.

Zudem muss jeder, der mit infizierten Kontakt hatte zwei Wochen in Quarantäne. Schon jetzt gibt es genug mittelständige Unternehmen, die unter dem Ausfall ihrer Arbeitskräfte leiden und angenommene Aufträge nicht fertigstellen können. Nach der Pandemie wird uns noch lange der entstandene wirtschaftliche Schaden begleiten. Es ist also auch in dieser Hinsicht ratsam, die Maßnahmen der Regierung ernst zu nehmen.

Die Maßnahmen werden die Ausbreitung nicht verhindern können, aber die Verantwortlichen in Gesellschaft und Kirche erhoffen sich, dass die Geschwindigkeit der Ausbreitung dadurch reduziert wird und jeder, der intensiv-medizinische Versorgung benötigt, sie auch erhalten kann.

Für die Zeit der Pandemie hat die Kirche die Verpflichtung, den Gottesdienst an Sonn- und Feiertagen zu besuchen, aufgehoben. Stattdessen wird auf die unterschiedlichen Möglichkeiten, im Radio oder Fernsehen Gottesdienste zu verfolgen, hingewiesen.
Eingeladen sind wir auch, die freie Zeit einmal dafür zu verwenden, die Evangelien wieder zu lesen oder das Familiengebet zu pflegen.

https://bistum-augsburg.de/Hauptabteilungen/Hauptabteilung-VI/Gottesdienst-und-Liturgie/Gottesdienste/Hausgottesdienste

https://bistum-augsburg.de/Nachrichten/Angebot-an-Gottesdienstuebertragungen-_id_218408

Bitte verstehen Sie, dass Taufen und die Spendung anderer Sakramente derzeit nicht möglich sind. Begräbnisse können nur im kleinsten Kreis auf dem Friedhof stattfinden, das Requiem muss auf eine spätere Zeit verlegt werden. Schwerkranke und Sterbende werden natürlich besucht. Wir bitten die Angehörigen, sich im Pfarrbüro zu melden.

Die Pfarrbüros bleiben auf unbestimmte Zeit für den Publikumsverkehr geschlossen. Wir bitten Sie, dringende Termine oder Anliegen telefonisch oder per E-Mail abzuklären.